Reisebericht England bis Island

Nach unseren voran gegangenen, anstrengenden Rundreisen war mal ein Relax Urlaub angesagt. Das kann man am besten auf einer Kreuzfahrt. Da wir England und Umgebung ohnehin nicht kannten war das eine Gelegenheit.

Wir starteten in Bremerhaven und fuhren entlang der Ostküste Englands. Der Start bei schönstem Wetter und am nächsten Tag, ein See Tag (Ruhetag auf See), trübes, regnerisches, windiges 12° kaltes Wetter.

Auf einem grossen Schiff ist das aber kein Problem, da im Stundentakt Veranstaltungen stattfinden. Vorträge, Lesungen, kleine Musik Events und allerlei Sport für gross und klein. Langeweile gibt es auf einer Kreuzfahrt nicht.

Für die ältere Generation gibt es auch Ruhezonen wo man gemütlich lesen oder Karten spielen kann.

Einen Nachteil haben Kreuzfahrten allerdings. Dem dauerhaften super Angebot an wunderbaren Speisen und Getränke kann man nicht immer widerstehen. Es folgt also unweigerlich danach eine Diät.

 

Schottland

 

Der erste Halt war der Industriehafen von Invergoden (Schottland).

Schottland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland.

Der Ort an sich hatte nichts zu bieten, sodass die meisten an den angebotenen Ausflügen teilnahmen. Von hier waren diverse Ausflüge in das schottische Hochland im Programm. Auch hier trübes, regnerisches Wetter, wie man es allgemein aus Filmen über diese Region kennt. Man muss entscheiden was man macht, da keine Zeit bleibt mehreres an zu schauen. Wir entschieden uns für einen Besuch von Inverness. Die Stadt ist die Hauptstadt des schottischen Hochlandes. Der Ort und seine Umgebung sind geschichtsträchtig. Auf der Burg von Inverness regierte im 11. Jahrhundert Macbeth, wenngleich nicht so grausam wie von William Shakespeare geschildert.

.

Die Möglichkeit Loch Ness zu besuchen schien uns nicht so interessant, da noch niemand die Fantasiegestalt „Nessie“ gesehen hatte.

Wir besichtigten die schöne mit historischen Häusern ausgestattete Stadt zu Fuss.

 

Zum Abschluss probierten wir noch das traditionelle Gericht Fish and Chips“ es war sehr gut.

 

Der nächste Ankerplatz war Greenock, eine kleine Stadt mit Hafenanlage. Kurzer Stadtbesuch um sich einen Eindruck zu verschaffen.

 

Wir hatten eine Tour nach Glasgow geplant. Glasgow liegt in den Lowlands am Fluss Clyde. Und hat Zugang zum Atlantik. Von Edinburgh ist der Zugang zur Nordsee gegeben.

Der erste Besuch galt der grossen Mungo Kathedrale, auch die High Kirk von Glasgow oder St. Kentigern oder St Mungo's Cathedral genannt, ist heute eine Versammlung der Church of Scotland in Glasgow. Der heilige Mungo, auch bekannt als Kentigern  gilt als der erste Bischof Glasgows und ist Schutzpatron der Stadt sowie Schottlands.

 

Glasgow Necropolis, ein viktorianischer Friedhof, der auf einem grünen Hügel liegt bietet die beste Aussicht auf die davor gelegene Kathedrale.

Beim weiteren Spaziergang sah man an Wänden mehrerer Häuser sehr schönes Graffiti. Das hatte man gemacht, um die grauen Fassaden aufzupeppen. Alle Werke sind von einem australischen Künstler.

 Der Uhrturm, Tolbooth Steeple der Stadt Glasgow wurde 1966 als Einzeldenkmal in die schottischen Denkmallisten aufgenommen.

 

St. Andrew Kathedrale ist eine römisch-katholische Kathedrale in Glasgow. Sie liegt in der Clyde Street am Nordufer des Flusses Clyde. Sie ist der Sitz der Erzdiözese und des Erzbischofs von Glasgow.

 

Schön gestaltet ist auch die Fussgängerzone.

Kurzer Stadtrundgang.

Im Eilschritt ging es durch den historischen Hauptbahnhof, Glasgow Central. Er ist der größere der beiden Hauptbahnhöfe.

Am Schluss landeten wir auf dem Georg Sqare wo auch das Rathaus und ein grosses Monument von Queen Victoria steht.

Unsere Stadtbesichtigung war insofern lustig, da wir einen Stadtführer im Original Kilt hatten, der dazu auch noch Deutscher war und bereits vor 25 Jahren Deutschland verlassen hatte. Inzwischen hatte man ihn „eingeschottet“ wie er witziger Weise seine Einbürgerung nannte.

 

Nordirland

 

Weiter ging es nach Belfast der Hauptstadt von Nordirland. Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich von Großbritannien. Die Teilung erfolgte bereits 1920. Belfast liegt am Fluss Lagan.

Da am 12. Juli Feiertag war (Orangemens Day), war auch der darauffolgende Tag, der Freitag der 13.7. arbeitsfrei. Wie uns mitgeteilt wurde gab es in einigen Teilen des Landes Ausschreitungen. Im Osten Belfasts wurden mehrere große Feuer abgebrannt, die daraufhin alarmierte Feuerwehr wurde teilweise beim Löschen der Feuer angegriffen. Das Abbrennen von Feuern ist zwar bei den traditionellen Feiern zum Sieg des späteren britischen Königs William of Orange über den katholischen König James in Irland grundsätzlich erlaubt. Allerdings waren in den vergangenen Jahren in einigen royalistischen Stadtteilen die Feuer so groß angelegt, dass sie mittlerweile ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Auch schöne historische Gebäude sind in der Innenstadt zu sehen.

Es war früher bekannt für Schiffsbau und Leinenindustrie. Hier wurde die Titanic gebaut und ihre beiden Schwesterschiffe Britannic und Olympic.

Heute sind die Hightech Industrie, die Filmindustrie und der Tourismus die Hauptzweige der Wirtschaft.

Wir machten eine Stadtrundfahrt. Unweit vom Hafen ist das Titanic Museum, die Form ist einem Schiff nachempfunden. Titanic Belfast ist eine 2012 eröffnete Besucherattraktion, ein Denkmal für das maritime Erbe von Belfast auf dem Gelände der ehemaligen Werft Harland & Wolff im Titanic Quarter.

Das Parlamentsgebäude (Stormont Castle) liegt in einem sehr grossen schön angelegten Park. Die Statue von Lord Edward Castle steht mitten in der Anlage.

Auch heute noch wohnen die Menschen in dem Stadtteil der ihrer Konfession entspricht. Weiter ging es zum Uni Viertel.

Es ist unglaublich, aber an der Uni kommen manche das erste Mal mit Menschen einer anderen Konfession in Kontakt. Das rührt auch daher, dass es Schulen für Katholiken, Schulen für Protestanten, die staatlichen Schulen und neuerdings auch integrierte Schulen gibt. Letztere haben aber nicht genügend Plätze.

Einen schönen Ausblick hatten wir vom Cave Hill Country Park wo wie das Belfast Castle besuchten.

 

 

Es gibt sehr viele Kirchen und Kathedralen in Belfast, natürlich nach Konfessionen getrennt. Auch das Rathaus konnten wir kurz in Augenschein nehmen, davor thront Königin Victoria.

 

Viele Wände sind mit grossen Graffitis bestückt, allerdings vorwiegend mit politischen Motiven, Soldaten, Waffen überall.

 

Das heute noch eine Friedensmauer (800m) mitten in der Stadt existiert ist befremdend.  Es ist eine Trennlinie  in der Hauptstadt Belfast, die Wohngebiete pro-irischer Republikaner und pro-britischer Unionisten trennt. 

 

Dublin

Wir ankerten, wie so oft, im Containerhafen. Stadtrundfahrt bei super Wetter. Es hatte auch hier seit Wochen nicht geregnet.

 

Der englische Name stammt vom irischen Duibhlinn , „Schwarzer Teich“ bzw. schwarzes Wasser, gälisch.

Irland ist ein Auswanderungsland, viele verliessen das Land, zur Zeit der Hungersnot 1845 aber auch heute noch. In 3 Jahren sind 2,5 Mill. ausgewandert. Zugewandert sind vor allem Polen 14%.

Die Stadt hat 500 000 Einwohner, liegt am Fluss Liffey.

Mehrere heimische Schriftsteller erhielten den Nobelpreis z.B. G. B. Shaw.

St. Patrick Kathedrale ist die grösste Kirche Irlands.

 

Der Legende nach geht Irlands Nationalkathedrale auf das 5. Jh. zurück, in der der Hl. Patrick persönlich die Menschen mit dem Wasser aus einer nahegelegenen Quelle taufte.

Osteraufstand 1916, war ein Aufstand gegen die britische Vorherrschaft. Seine Ursprünge liegen in der britischen Besatzung ab 1171, als König Henry II. Engländer nach Irland umsiedelte, um zu vermeiden, dass die feindlichen Normannen Irland als Sprungbrett für eine Invasion nutzten. Die Aufständischen (vorwiegend katholische Iren) hatten nichts weniger im Sinn als eine irische Republik auszurufen und die Briten von der Insel zu jagen.

Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Die Anführer wurden erschossen.

Die IRA (Irisch-Republikanische Armee) wurde erstmals erwähnt. Sie bildete danach über viele Jahre eine terroristische Organisation, die viele Opfer forderte.

Unsere Rundfahrt führte uns zum Dublin Castel –- Oranja Orden Glauben.

In Dublin wurde von Arthur Guinness 1759  die ersteBrauerei des bekannten Biers gegründet. Noch heute hat sie viele Standorte und beschäftigt viele Menschen.

Zum Abschluss unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Es war ein flaches Boot ähnlich den Grachten Booten in Amsterdam. Es ging vorbei an den Sehenswürdigkeiten und dem restaurierten, alten Auswanderer Segelschiff Jeanie Johnston, womit früher nach Amerika gesegelt wurde.

 

LONDON

Unser Hafen war Southhampton. Wir waren aber auf einem London Trip obwohl die Stadt ca. 140 km entfernt ist. Auf dem Weg erzählten uns die Reiseleiter einiges über die Geschichte Englands und Londons.

London als Hauptstadt des Königreiches, hat in der Inneren Region etwa 8,8 Mill. und der Metropolregion ca. 14 Mill. Einwohner.

In London ging es dann einige Kilometer zu Fuss durch die Stadt und die Parks.

Zuerst zur Westminster Abbey. Die Prachtkirche sieht im TV beeindruckender aus als in Wirklichkeit. Endlose Menschenschlangen standen an, um sie von innen zu besichtigen.

 

Der Big Ben war leider vollkommen mit einem Baugerüst versehen.

 

 Das London Eye sahen wir auch nur von weitem.

 

Weiter ging es zur Dowing Street, wo man vor den gut gesicherten Toren stehen bleibt und nicht viel zu sehen bekommt.

 

Wir durchquerten den völlig ausgetrockneten Paradeplatz.

 

 

St. James‘s Park und der Green Park wurden durchquert, bis wir uns vor dem Buckingham Palace ein fanden. Die Queen war zuhause, denn die Fahne war aufgezogen.

 

Danach liefen wir durch den allseits bekannten Hyde Park.

 

Das Princess Diana Memorial war gut besucht, viele nutzen das Wasser für eine Abkühlung.

Es ist aber kein Brunnen, sondern ein befestigter Bach der sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit seinen Weg nach unten bahnt. Mal ist es ein langsames ruhiges Gewässer, mal ein kleiner Wildbach. Die Unterschiedlichen Strömungen sollen die unterschiedlichen Phasen des Lebens von Diana darstellen.

Christo hat ein trapezförmiges Kunstwerk (7506 gestapelte Ölfässer), sein erstes Aussenprojekt in Grossbritannien, in Form einer Pyramide mit abgeschnittener Spitze, erstellt. Es ist bis zum 23. September 2018 auf einer schwimmenden Plattform zu sehen.

 

Unser geführter Rundgang ging noch vorbei am Albert Memorial und endete am Victoria&Albert Museum.

 

Harrods liegt in unmittelbarer Nachbarschaft und ich besuchte auch dieses legendäre Kaufhaus. Es wurde bereits 1834 gegründet und zählt zu den berühmtesten, größten und exklusivsten Warenhäusern der Welt. Die Innenausstattung ist luxuriös genau wie die Preise.

Natürlich kann man London nicht an einem Tag erkunden, aber leider hatten wir nicht mehr Zeit.

 

 

Färöer-Inseln

Bei einem weiteren Vortrag wurden wir über unser nächstes Ziel im Norden, die Färöer-Inseln informiert. Sie entstanden vor ca. 60 Millionen Jahre und sind aus Basalt.

 

Zu erkennen ist es noch an dem schichtweisen Aufbau der kleinen Berge. Natürlichen Baumbestand gibt es keinen, da es nicht genügend tiefen Boden gibt und die Bäume nicht entsprechend wurzeln könnten, Stürme würden sie jederzeit entwurzeln. Zum anderen ließen es die vielen Schafe kaum zu, dass sie wachsen. Nach Angabe unserer Reiseleiterin …sie fressen einfach alles….

Die Inseln gehören zu Dänemark haben aber eine eigenständige Regierung. Bloss in den Bereichen Sicherheits- und Aussenpolitik sowie Währung liegen gewisse letzte Entscheidungen in Kopenhagen.

Sie sind aber auch von Dänemark abhängig, da die Versorgung zum grössten Teil von dort kommt. Die Inseln können sich nicht selbst versorgen.

Gesprochen wird an erster Stelle färöisch, dann englisch aber auch dänisch. Es ist erforderlich, dass man dänisch spricht, da man sich ansonsten ausserhalb der Inseln, demzufolge in Dänemark, nicht verständigen kann.

Färöisch stammt vom Altwestnordischen und erst im Jahre 1927 wurde die Sprache in Wort und Schrift präzisiert, davor gab es sie nur in mündlicher Überlieferung.

Die Inseln werden auch Schafinseln genannt. Zu der Bevölkerung von 50 000 Menschen gibt es 80 000 Schafe. Es gibt auch sehr viele Vögel (300 000) die meisten auf der Vogelinsel Mykines, bekannt als Vogelparadies.

Die Färöer haben die 5. grösste Fischfangflotte der Welt und Fisch ist der grösste Exportfaktor. Unser Ankerpatz war in Runavik einer kleinen Stadt am südlichen Teil der Insel Esturoy.

Wir unternahmen einen Ausflug in die Hauptstadt Tórshavn , sie ist eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Hier leben 20 000 Menschen der gesamten Inseln. Der kleine Spaziergang durch die Altstadt war sehr interessant.

 

Sie besteht aus 50 Gebäuden die teils mehr als 300 Jahre alt sind. Viele wurden liebevoll renoviert und sind heute ein bevorzugtes Wohngebiet. Auch die Regierung ist in solchen Gebäuden untergebracht. Traditionell sind alle Gebäude mit Grasdächern. Es ist faszinierend, in diesem Wirrwarr von engen Gassen und schmalen Durchlässen, von niedrigen, oft schwarz geteerten Holzhäusern mit weißen Fensterrahmen, umherzulaufen.

Eine Sehenswürdigkeit ist das „Haus des Nordens“. Es ist das wichtigste Kultur- und Kongresszentrum der Färöer. Es ist ein Gebäude aus Glas aber mit traditionellem Grasdach. Dort werden viele kulturellen Veranstaltungen sowie Tagungen und Kongresse durchgeführt. Finanziert wurde es gemeinsam mit den nordischen Ländern. Der jeweilige, abwechselnde Direktor kommt auch aus einem dieser Länder.

 

Zurück zum Schiff fuhren wir über die einzige Brücke die den Atlantik, an einer schmalen Stelle, überquert und die Verbindung zwischen den Inseln Streymoy und Eysturoy herstellt.

Ein Unterwassertunnel ist in Arbeit, sodass bereits 2019 eine schnelle Verbindung zur Hauptstadt bestehen wird.

Auch am Gefängnis mit 6 Insassen ging es vorbei. Die Hauptbeschäftigung der Delinquenten ist das Beschneiden des Grasdaches.

 

Island

Nach einem stürmischen 11° kalten Tag auf See erreichten wir Island.

Genaue Aufzeichnungen über die Urbevölkerung gibt es nicht, vermutlich waren es irische Mönche. Wikinger sowie die Besetzung von Norwegen und Dänemark lösten diese ab. Trotzdem hatte Island bereits 930 ein Parlament, es ist das älteste Parlament überhaupt.  Das Stadtrecht erhielt Reykjavik im Jahre 1786. Erst 1944 löste sich Island von Dänemark und wurde selbstständig

Island ist nur 250 km von Grönland entfernt und liegt somit in einem kühlen Gebiet. Die Küstenlinie von Island beträgt 5000 km und in diesem Gebiet wohnen auch die Menschen.

 

Im Landesinneren gibt es keine Besiedlung.

Die Insel ist die zweitgrösste nach Großbritannien.

Die Durchschnittstemperaturen im Sommer liegen zwischen 8 – 13°.

Die Insel liegt sowohl auf der nordamerikanischen Platte als auch auf  der eurasischen Platte.  Die Insel gehört geografisch somit teils nach Amerika, teils nach Europa. Das Land ist geprägt durch eine grosse Zahl an Vulkanen, die auch immer wieder ausbrechen. Es gibt 31 Zentralvulkane, das Magma liegt in 4km Tiefe. Der letzte Ausbruch erfolgte 2010.

Dabei trat die Eruption unter einem Gletscher aus, die austretende Lava kühlte sich durch das Eis ab und wurde zu Staub. Der Flugverkehr nicht nur im Land, sondern im Norden Europas war beeinträchtigt bzw. lahmgelegt.

Das Land hat so grosse Wärmereserven, dass es sich zu 100% energetisch selbst versorgen kann. Die Isländer sagen von ihrem Boden, sie hätten überall Fussbodenheizung. Die gesamte Energie ist nicht einmal nutzbar, sodass man Reservespeicher angelegt hat. Der Verlust beim Transport des warmen Wassers beträgt nur 3% und somit kommt 85° warmes Wasser beim Endverbraucher noch mit 82° an.

 

Reykjavik

Willkommen in der „Rauchbucht“ - so heisst Reykjavik deutsch. Der Name rührt vermutlich von den Dämpfen der heissen Quellen in der Umgebung her.

120 000 Menschen, etwa 30% der Einwohner des gesamten Landes wohnen in der Hauptstadt. 

Die Stadt ist teuer, Mieten sind hoch. Die Stadt liegt am Atlantik, genauer gesagt an der Faxaflöi-Bucht unterhalb des etwa 900 m hohen Hausberges Esja. Die Stadt ist schön, sehr sauber vereint mit ihren bunten Häusern städtisches Flair mit ländlicher Idylle.

Das Leben ist teuer  mit etwa 5000 € Durchschnittseinkommen, davon wird etwa 1/3 abgezogen für Steuern, Gesundheit etc

Wir starteten zu den Höhepunkten Islands dem «Goldenen Kreis».

Auf dem Weg dorthin wunderschöne grüne Landschaften. Einen natürlich gewachsenen Baumbestand gibt es auch hier nicht, alle Bäume wurden angepflanzt.

Unser erster Anlaufpunkt war Pingvellir vorbei am See Pigvallavath, dem grössten Binnensee des  Landes.

Pingvellir liegt auf der Vulkan- und Spaltenzone, die sich quer von Südwesten nach Nordosten durch Island zieht. Die Spalte nimmt inzwischen etwa 5km in der Breite ein. Wir liefen durch die Schlucht Almannagia am Schluchtrand Hakio.

 

Es waren trotz des strömenden Regens sehr viele Touristen unterwegs. Weiter fuhren wir zum Gullfoss Wasserfall.

Der Wasserfall Gullfoss ist von World of Waterfalls als einer der Top 10 Wasserfälle der Welt gelistet.

Er liegt eingebettet in einem Plateau. Es gibt mehrere Zugänge für die fotografierenden Touristenmassen.

Durchflussmenge 140 –max. 2000 m³/s Iguazu im Vergleich 1500 – 7000 m³/s.

Unterwegs erzählte uns unsere Reiseleiterin von den Lachsflüssen 

auf Island. Der Angelschein für Lachse kann durchaus 700 -800€ pro Tag betragen.

Das Islandpferd, ist eine aus Island stammende, vielseitige und robuste Pferderasse. In Island ist die Einfuhr von Pferden verboten.

Wir sahen sie leider nur von Bus aus.

 

Eine weitere Folge der unterirdischen Wärmespeicher sind die Geysire.

Unsere letzte Station war der Geysir Strokkur.

 

Der Geysir befindet sich neben dem nur noch selten ausbrechenden Großen Geysir im Heißwassertal Haukadalur auf dem Gemeindegebiet von Bláskógabyggð im Süden der Insel. Er gehört mit seinen Geysiren  Þingvellir und dem Wasserfall Gullfoss zum Golden Circle.

Das Wasser erhitzt sich auf mehr als 300° und durch den Druck wird es durch schmale Spalten nach oben gedrückt. Beim Strokkur schiessen alle 10 Min. Fontänen in eine Höhe von 10 - 30 m nach oben.

Das Zentrum Perlan mit seinen Wärmespeichern besichtigten wir.

Es beherbergt 6 Heisswaser Tanks mit 4 Mill. Liter Geothermal Wasser.

Die Panoramafahrt zeigte uns nur einen kleinen Überblick der Stadt. Das Stadtzentrum durfte mit Bussen leider nicht befahren werden.

 

Akureyri

 

Das war unsere letzte Station auf Island. Morgens hatte es nur 7°, zum Glück regnete es nicht und auch die Temperatur stieg im Lauf des Tages.

Die Stadt ist die viertgrösste des Landes mit 18 000 Einwohnern. Sie liegt fast am Polarkreis. Akureyri liegt am Ufer des weit ins Land hineinreichenden Fyords Eyjaförour und des Flusses Glera. Zahlreiche alte Villen und Parks. Auch einige renovierte, sehr alte Häuser waren zu sehen.

 

Wir besuchten auch den schönen Botanischen Garten. Im Park wachsen 4000 internationale und 400 einheimische Pflanzen.

 

Unser Ziel war aber der Godafoss-Wasserfall der ca. 50km östlich von Akureyri liegt. Der Sage nach haben die Götter alle heidnischen Götzenstatuen in den Wasserfall geworfen und so die Insel christianisiert. Deshalb wird er auch

der „Wasserfall der Götter“ genannt. Er hat eine Breite von etwa 30m und stürzt ca. 12 m in die Tiefe.

 

Norwegen

 

Die ersten Spuren menschlicher Besiedelung auf norwegischem Gebiet gehen auf 1050 v.Chr. zurück. In der Antike wurde das Land von germanischen Stämmen besiedelt.

Seit Ende des 10. Jahrhundert setzte die Christianisierung des Landes ein.

Eine Wende in der Geschichte Norwegens trat nach der Niederlage Napoleons und seines Verbündeten Dänemark im Jahre 1814 ein. Die antinapoleonische Koalition zwang Dänemark zum Abtritt Norwegens an Schweden. Dies wurde von Norwegen abgelehnt und am 17. Mai 1814 proklamierte Norwegen seine Unabhängigkeit in der Verfassung von Eidsvoll.

Norwegen gehört zu den reichsten Ländern der Welt und ist nach Island das Land mit dem höchsten Lebensstandard. Seinen Reichtum verdankt das kleine Land vor allem den reichen Ölvorkommen.

Wir erreichten am nächsten Mittag Alesund.

 

Die Stadt ist im Jugendstil erbaut und seit einer Brandkatastrophe 1906 dürfen die Häuser nicht mehr aus Holz gebaut werde. Einige alte, renovierte Häuser gibt es noch.

Wir machten eine Tour zum Berg Rual dem Skigebiet des Stranda Gebirges.

Es ging vorbei an alten Häusern. Mit der Gondel ging es hinauf auf den Berg. Man konnte es nicht glauben, es herrschte super Sonnenschein mit Temperaturen von 30-32°. Ein Schock zu den Temperaturen der letzten Tage. Der Ausblick vom Berg war sehr beeindruckend.

Kurz vor dem Geiranger Fjord bogen wir ab um dann mit der Fähre von Lialygada nach Stranda überzusetzen.

Im Geiranger Fjord waren wir bereits, hier noch ein paar Bilder, da es darüber keinen Reisebericht gibt.

 

Zurück ging es über eine andere Fähre in Richtung Alesund.

Sehr schöne Landschaft war rechts und links unserer Fahrt zu sehen. Norwegen ist ein schönes, sauberes, angenehmes Land.

 

Bergen

Die Hauptstadt des Regens, so wurde uns Bergen offeriert. Morgens 8 Uhr legten wir bei 25° an, nix Regen. Die Temperatur stieg im Laufe des Tages auf mehr als 30°.

 

Unsere einheimische Reiseleiterin konnte nicht umhin dieses ungewöhnlich schöne Wetter zu loben.

Es gibt mehr als 900 Verkehrstunnel in Norwegen, wir fuhren endlos durch einen Teil dieser.

Unser Ausflug ging von Bergen durch eine wunderbare Landschaft. Rechts und links steil, nein senkrecht abfallende Felsen, teils bewachsen, teils kahl.

Unser erster Halt war der Wasserfall Twindefossen.

 

Dann ging es über die steilen, atemberaubenden Serpentinen der Stalheimskleiva weiter.

Bild Web

Sie ist nur in einer Richtung befahrbar und unser Busfahrer fuhr fast im Schritttempo.

Unser nächstes Ziel war Flåm. Auch hier ein paar Bilder von einer früheren Reise.

 

Wir fuhren mit der Flåmsbahn, sie gehört zu den spektakulärsten Zugreisen der Welt und ist eine der bedeutendsten Attraktionen in Norwegen.

 

 Die Bahn hat eine lange Geschichte, während der obere Bahnhof der  Flåmsbahn 865,5 m über dem Meeresspiegel liegt, findet sich der untere gerade einmal 2,0 m ü. NN. Damit überwinden die Züge einen Höhenunterschied von 863,6 m.

Ein Haltepunkt für Touristen wurde am Wasserfall Kjosfossen angelegt.

Hier rauscht das Wasser 93 m im freien Fall hinunter und man kann ganz dicht heran da extra eine Plattform eingerichtet wurde. Hier erwartet die Touristen ein besonderes Schauspiel. Auf einem hoch gelegenen Felsvorsprung tanzt verführerisch eine in Rot gekleidete „Huldra“, eine Fee aus der norwegischen Sagenwelt.  Bei der Huldra, handelt es sich um ein feenhaftes Wesen mit rauer natürlicher Eleganz und blonden Haaren. Sie soll erstaunliche Kraft besitzen und kann große Steinbrocken hochheben oder mit bloßen Händen ein Hufeisen verbiegen. Sie trägt einen Kuh- oder Fuchsschwanz (je nach Region), den sie gern unter ihrem Kleid versteckt. Sie lockte mit ihrem Gesang Männer in den Berg, die nie mehr gesehen wurden.  Die Darstellerinnen am Wasserfall sind Studentinnen der norwegischen Ballettschule.

In Myrdal stiegen wir in die moderne Bergbahn nach Voss.

Zum Abschluss gab es noch eine kleine Besichtigung der historischen Gebäude von Bergen.

Es war eine sehr schöne Reise. Wir haben Interessantes gesehen und uns trotzdem erholt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.